Viva la Bernie
Benefiz Kunst Auktion

Vor sechs Jahren erwarben Investoren dieses historische Areal auf St. Pauli. Nun können wir es endlich zurückkaufen. Zusammen mit der gemeinwohlorientierten Johann Daniel Lawaetz-Stiftung und der Stadt Hamburg ist jetzt die Zeit gekommen, VIVA LA BERNIE dauerhaft dem spekulativen Immobilienmarkt zu entziehen.

Die beiden privaten Eigentümer bieten die Immobilie der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung zum Kauf an, damit diese den Hof seinen Nutzer*innen zur Erbpacht dauerhaft überlassen kann. Die Stadt hat in Aussicht gestellt, den Ankauf politisch zu begleiten und im Rahmen bestehender Förderstrukturen zu prüfen, ob flankierend Förderungen möglich sind. Zur erfolgreichen Realisierung sind die Beteiligten auf ein breites Engagement der Stadtgesellschaft angewiesen, für das sich die Hofgemeinschaft mit einer Fundraising-Kampagne engagieren will.

GESAMTE PRESSEMITTEILUNG LESEN

Den Auftakt unserer Fundraising-Kampagne bildet eine Benefiz-Kunst-Auktion im Spiegelsaal des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Mit Werken von Daniel Richter, Rosemarie Trockel, Andreas Gursky und vielen anderen mehr. Durchgeführt von Christie’s (Vor Ort) und Lot-Tissimo (Online) fließen die eingebrachten Mittel dieser Auktion direkt in die Rettung von VIVA LA BERNIE.

Benefiz-Auktion zur Rettung unseres Künstler-, Handwerk- und Wohnhofs. Mit freundlicher Unterstützung von:

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Christie's und Lot-Tissimo

VIVA LA BERNIE
BENEFIZ KUNST AUKTION

07.12.2023 | 18h – 21h

LIVE und ONLINE mitbieten!


Versteigerung mit Werken von:

DANIEL RICHTER
TAL R
JONATHAN MEESE
CLEMENS KRAUSS
DANIEL JOSEFSOHN
DANIEL LERGON
EMMANUEL BORNSTEIN
GREGOR HILDEBRANDT
KLAUS VOORMANN
MILEN TILL
ROSEMARIE TROCKEL
RUSCHA VOORMANN
WOLFGANG TILLMANS
4000
PEDRO ANACKER
RUDI KARGUS
HARTMANN GREB
ULRIKE ISENSEE
ANDREAS GURSKY
AXEL MARTENS
HEIKE OLLERTZ
TONA
JAKOBUS DURSTEWITZ
ROCKO SCHAMONI
THERESA VOLPP


Wir danken allen Künstler*innen vom ganzen Herzen die uns Ihre Bilder für die Auktion zur Verfügung gestellt haben.

Die beteiligten Künstler spenden ihre Exponate zugunsten des Vermögensstocks der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung als Beitrag für den geplanten Ankauf des VIVA LA BERNIE Hinterhofes in der Bernstorffstraße 117.

Jonathan Meese
Daniel Richter
Tal R

Ohne Titel (Ich will Kunst) 2017

Bild auf Karton.100 x 140cm. Vorderseitig signiert.

Das Bild ist Zeugnis einer außergewöhnlichen Freundschaft von drei Ausnahmekünstlern. Es ist Ergebnis eines 15-stündigen Malrausches, dem sich die drei gemeinsam hingegeben haben. Ein zeichenhaftes Bild, in denen sie den per se männlichen Künstlerkult dekonstruieren, sich übereinander und sich selbst lustig machen.

Rudi Kargus

Kargos, 2022

Öl auf Leinwand. 100 x 100 cm.

Nach dem Ende seiner Profikarriere hat sich Rudi Kargus in zahlreichen Ausstellungen längst als Künstler etabliert. Das erste Werk der Auktion stammt aus dem 11-teiligen Zyklus „Cosmos“ aus dem Jahr 2022. In diesem dekonstruiert er Zeitungsheadlines aus der Zeit als Profisportler. Organische Fragmente durchbrechen jetzt die harte Konstruktion der Zeilen. Immer offen für den malerischen Prozess und auf eine befreiende Art unlesbar.
„Ich möchte, dass meine Bilder immer auch eine Baustelle zeigen”, sagt er selbst über seine Motivation für die Malerei.

Andreas Gursky

Tour de France II, 2016

Inkjetprint, gerahmt hinter Glas.
Edition 42/50 71,5 x 51,8 x 4 cm

Andreas Gursky ist 1955 in Leipzig geboren. Heute lebt und arbeitet er in Düsseldorf.

„Tour de France II“ heißt Andreas Gurskys Bild, das er anläßlich des Grand Départ veröffentlicht hat. Die Szene zeigt eine Bergetappte des Rennens, aber anstelle der Fahrer reihen sich Zuschauer entlang der Strasse, die ausschnitthaft in drei Bändern unterteilt bis hinauf zum äußersten Rand des Berges führt. Dort bekrönt der Schriftzug ‘VIVE LE TOUR’ die Szenerie, aufgenommen von einem Hubschrauber.

Daniel Lergon

Ohne Titel, 2020

Phthalogrün in Öl auf neongelber Leinwand 60 x 40 cm. Rückseitig signiert.

Daniel Lergon, geboren 1978 in Bonn, ist ein in Berlin ansässiger Maler, der sich durch die Qualität und Experimentierfreude seiner Oberflächen auszeichnet. Er konzentriert sich auf ein einzelnes Farbpigment, aus dem er ein breites Spektrum an Nuancen kreiert, das von leuchtendem Hellgrün bis zu fast Schwarz reicht. Seine Werke strahlen ein inneres Licht aus und verbinden abstrakte Formen mit figürlichen Anklängen. Die Reduktion auf ein Pigment betont den gestischen Farbauftrag, der individuell und direkt auf die Leinwand übertragen wird.


Die Plätze im Museum sind begrenzt – Falls ihr mitbieten wollt, reserviert bitte per Mail einen der raren Plätze unter auktion@vivalabernie.de.

VIVA LA BERNIE
BENEFIZ KUNST AUKTION

07.12.2023 | 18h – 21h

Spiegelsaal, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Über Uns

Verhindern wir das Verschwinden unserer Welt.

Seit über dreißig Jahren gibt es in der Bernstorffstraße 117 / Thadenstraße 102 einen Werkhof, in dem über hundert Handwerker:innen und Künstler:innen wohnen und arbeiten. Diese Menschen bilden ein funktionierendes Soziotop und der über hundertjährige Hof gilt als eines der schönsten, noch fast zur Gänze erhaltenen Arbeitsareale Hamburgs.

2017 haben zwei Berliner Inverstoren dieses Areal gekauft. Seitdem ist die Furcht groß, dass abgeräumt, abgerissen, neu bebaut und teuer verkauft wird. Wir setzen uns zur Wehr und kämpfen dafür, dass Hamburg nicht ein weiterer Teil seiner Seele genommen wird.

Der Hinterhof bei Nacht

Aktuelles

VIVA LA BERNIE kann gerettet werden.

Wir freuen uns, euch mitzuteilen, dass wir zu einer Einigung mit den Eigentümern gekommen sind! Für die Verkündung haben sich Hochrangige Vertreter der Stadt Hamburg, der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung und unserer Eigentümer bei uns auf dem Hof versammelt, um eine aufregende Zukunft für VIVA LA BERNIE zu verkünden.

v.l.n.r.: Ulrike Isensee (Künstlerin und Kunsthandwerkerin), Tove Backer (Bewohnerin), Anjes Tjarks (Senator für Verkehr und Mobilitätswende), Ralf Gauger (Sprecher VIVA LA BERNIE), Andreas Dressel (Finanzsenator), Jörg Lindner (Geschäftsführender Vorstand der Johan Daniel Lawaetz-Stiftung), Matthias Onken (Berater der Eigentümer), Janine Hey (langjährige Unterstützerin), Boris Lauterbach und Martin Vandreier (beide Fettes Brot), Matthias Strelow (Heilpraktiker)

Die gute Nachricht: Die Eigentümer haben angeboten, den Hof der gemeinwohlorientierten Lawaetz-Stiftung zum Kauf anzubieten, um ihn dann den Nutzer:innen zur Erbpacht zu überlassen. Ein großer Schritt, der die Grundlage für eine langfristige Sicherung und Weiterentwicklung unseres kreativen Zentrums bildet.

„Nach 6,5 Jahren Verhandlung haben es die Eigentümer und Viva la Bernie gemeinsam geschafft, einen drohenden Dauerkonflikt mit einem Kompromiss zu lösen.”

Ralf Gauger, Sprecher „Viva la Bernie“

„Wir haben uns für den Weg des Dialogs entschieden, der nun ein gemeinsames Ziel gefunden hat.”

Christoph Reschke, Co-Eigentümer

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Über Uns

Häuser kann man bauen. Nachbarschaften nicht.

Was das Engagement von Investor:innen anregt, ist in der Regel nicht das Ensemble aus bestehenden Häusern und ihren Bewohner:innen. Es sind die Möglichkeiten, die Dimensionen eines Grundstücks profitabler auszugestalten. Durch andere – in der Regel dichtere Bebauung – oder eine neue Nutzung. Mit jedem weiteren uniformen Standardbau verliert das Stadtbild ein Stück seiner Liebenswürdigkeit.

Der in diesem Zusammenhang oft benutzte Begriff „Gentrifizierung“ bezieht sich meist nur auf die ökonomische Unmöglichkeit der ursprünglichen Stadtbewohner:innen mit den steigenden Preisen ihrer Quartiere Schritt zu halten. Aber es ist viel mehr: Urbanität ist die Vielfalt der Menschen, die sich zu Nachbarschaften zusammengefunden haben. Ein gesundes Viertel ist ein Generationenprojekt und diese Mischung droht verloren zu gehen.

Die Hofgemeinschaft der Bernstorffstraße 117 / Thadenstraße 102

Netzwerk

Im Stadtteil vereint

Seit mehr als einem Jahr lastet die Pandemie auch auf Hamburg. Hunderttausende mühen sich Tag für Tag, mit der schwierigen Situation klarzukommen. Business as usual ist unmöglich. Wirklich? Nicht ganz: Stadt und Investor:innen folgen im Schatten der Pandemie ihrem überholten Modell von Stadtentwicklung, in dem Projekte still und heimlich durchgedrückt und Renditen gesteigert werden. Wir sagen: Es reicht! Die Zeit ist gekommen, dieses Modell hinter sich zu lassen.

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