Update 2026

Seit Monaten arbeiten wir an den behördlichen Voraussetzungen für den Erhalt von VIVA LA BERNIE. Nutzungskonzept, Wirtschaftlichkeit und Trägerstruktur sind erarbeitet und liegen den zuständigen Stellen der Stadt vor. Und trotzdem ist es still geworden.

Der Grund ist nicht die fehlende Aktivität auf unserer Seite. Der Grund ist, dass wir seit langer Zeit auf eine Rückmeldung aus Politik und Verwaltung warten. Diese Phase dauert inzwischen deutlich länger, als es für ein Projekt mit dieser Dringlichkeit nachvollziehbar ist.

Wir haben unsere Arbeit gemacht. Jetzt liegt der nächste Schritt bei der Stadt.

Uns ist bewusst, dass Verfahren Zeit brauchen. Aber der Blick auf die Hamburger Stadtentwicklung der vergangenen Jahre zeigt ein widersprüchliches Bild.

Große, investorengetriebene Vorhaben werden politisch ermöglicht, beschleunigt und unterstützt. Gleichzeitig warten Projekte wie VIVA LA BERNIE auf eine politische Entscheidung, obwohl sie auf langfristige Sicherung, verlässliche Nutzung und echte Verankerung im Quartier zielen.

Was uns jetzt fehlt, ist eine politische Verbindlichkeit.

Sobald es eine Rückmeldung gibt, werden wir transparent darüber informieren.
Bis dahin bleibt die Frage bestehen.

Wem gehört die Stadt – und wer kann sich Räume darin leisten?

VIVA LA BERNIE ist der Versuch, diese Frage praktisch zu beantworten. Ein historischer Hof, getragen von rund 100 Menschen aus Handwerk, Kultur und Nachbarschaft, soll dauerhaft gesichert und dem spekulativen Immobilienmarkt entzogen werden.

Seit Monaten arbeiten wir an den behördlichen Voraussetzungen dafür. Nutzungskonzept, Wirtschaftlichkeit und Trägerstruktur sind erarbeitet und liegen den zuständigen Stellen der Stadt vor.

Und trotzdem ist es still geworden.

Dunkelheit und Ruhe auf dem Hof

Der Grund ist nicht die fehlende Aktivität auf unserer Seite. Der Grund ist, dass wir seit langer Zeit auf eine Rückmeldung aus Politik und Verwaltung warten.

Diese Phase dauert inzwischen deutlich länger, als es für ein Projekt mit dieser Dringlichkeit nachvollziehbar ist.

Für uns ist das eine schwierige Situation. Wir können zentrale nächste Schritte nicht gehen, solange keine Entscheidung oder klare Perspektive vorliegt. Gleichzeitig läuft die Zeit weiter. Für den Hof und seine Nutzer:innen. Und insbesondere für die Frage, ob dieser Ort erhalten werden kann.

Wir haben unsere Arbeit gemacht. Jetzt liegt der nächste Schritt bei der Stadt.

Uns ist bewusst, dass Verfahren Zeit brauchen. Aber Stadtentwicklung ist keine abstrakte Übung. Es geht um konkrete Orte, konkrete Menschen und gewachsene Strukturen, die nicht beliebig lange in der Schwebe gehalten werden können.

Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Hamburger Stadtentwicklung der vergangenen Jahre ein widersprüchliches Bild.

Große, investorengetriebene Vorhaben wurden politisch ermöglicht, beschleunigt und unterstützt. Und dennoch geraten genau diese Projekte immer wieder ins Stocken oder scheitern vollständig.

Der Elbtower steht als halbfertiger Rohbau im Zentrum der Stadt. Das Überseequartier kämpft mit massiven Verzögerungen und astronomischen Kostensteigerungen. Weitere Projekte wurden nach Insolvenzen gestoppt oder nie realisiert.

Das sind keine Einzelfälle. Es zeigt, wie riskant ein Modell ist, das auf einzelne Investoren, hohe Renditeerwartungen und komplexe Finanzierungen setzt.

Die Folgen sind sichtbar. Flächen werden blockiert, ohne genutzt zu werden. Gebäude stehen über Jahre unfertig in der Stadt. Öffentliche und private Mittel fließen in diese Projekte, die ihre Versprechen nicht einlösen.

Gleichzeitig warten Projekte aus der Mitte der Gesellschaft, wie VIVA LA BERNIE, auf eine politische Entscheidung, obwohl sie auf langfristige Sicherung, verlässliche Nutzung und echte Verankerung im Quartier zielen.

Darin liegt ein Widerspruch, den man nicht übersehen kann.

Warum werden Modelle, die immer wieder Risiken produzieren, weiter priorisiert. Und warum brauchen Projekte, die auf Stabilität, Nutzung und Gemeinwohl ausgerichtet sind, so viel länger, um eine Perspektive zu bekommen.

VIVA LA BERNIE steht exemplarisch für viele Projekte in dieser Stadt, die zeigen, dass es auch anders geht. Für den Erhalt des Quartiers, langfristig gedacht und getragen von den Menschen vor Ort.

Wir sind bereit, diesen Weg weiterzugehen. Wir haben die Grundlagen geschaffen.

Was uns jetzt fehlt, ist eine politische Verbindlichkeit.

Sobald es eine Rückmeldung gibt, werden wir transparent darüber informieren.

Bis dahin bleibt die Frage bestehen.

Wem gehört die Stadt – und wer kann sich Räume darin leisten?