
Über Uns
Verhindern wir das Verschwinden unserer Welt.
Seit über dreißig Jahren gibt es in der Bernstorffstraße 117 / Thadenstraße 102 einen Werkhof, in dem über hundert Handwerker:innen und Künstler:innen wohnen und arbeiten. Diese Menschen bilden ein funktionierendes Soziotop und der über hundertjährige Hof gilt als eines der schönsten, noch fast zur Gänze erhaltenen Arbeitsareale Hamburgs.
2017 haben zwei Berliner Inverstoren dieses Areal gekauft. Seitdem ist die Furcht groß, dass abgeräumt, abgerissen, neu bebaut und teuer verkauft wird. Wir setzen uns zur Wehr und kämpfen dafür, dass Hamburg nicht ein weiterer Teil seiner Seele genommen wird.
Aktuelles
Update 2026
Seit Monaten arbeiten wir an den behördlichen Voraussetzungen für den Erhalt von VIVA LA BERNIE. Nutzungskonzept, Wirtschaftlichkeit und Trägerstruktur sind erarbeitet und liegen den zuständigen Stellen der Stadt vor. Und trotzdem ist es still geworden.
Der Grund ist nicht die fehlende Aktivität auf unserer Seite. Der Grund ist, dass wir seit langer Zeit auf eine Rückmeldung aus Politik und Verwaltung warten. Diese Phase dauert inzwischen deutlich länger, als es für ein Projekt mit dieser Dringlichkeit nachvollziehbar ist.
Wir haben unsere Arbeit gemacht. Jetzt liegt der nächste Schritt bei der Stadt.
Uns ist bewusst, dass Verfahren Zeit brauchen. Aber der Blick auf die Hamburger Stadtentwicklung der vergangenen Jahre zeigt ein widersprüchliches Bild.
Große, investorengetriebene Vorhaben werden politisch ermöglicht, beschleunigt und unterstützt. Gleichzeitig warten Projekte wie VIVA LA BERNIE auf eine politische Entscheidung, obwohl sie auf langfristige Sicherung, verlässliche Nutzung und echte Verankerung im Quartier zielen.
Was uns jetzt fehlt, ist eine politische Verbindlichkeit.
Sobald es eine Rückmeldung gibt, werden wir transparent darüber informieren.
Bis dahin bleibt die Frage bestehen.
Wem gehört die Stadt – und wer kann sich Räume darin leisten?
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Über Uns
Häuser kann man bauen. Nachbarschaften nicht.
Was das Engagement von Investor:innen anregt, ist in der Regel nicht das Ensemble aus bestehenden Häusern und ihren Bewohner:innen. Es sind die Möglichkeiten, die Dimensionen eines Grundstücks profitabler auszugestalten. Durch andere – in der Regel dichtere Bebauung – oder eine neue Nutzung. Mit jedem weiteren uniformen Standardbau verliert das Stadtbild ein Stück seiner Liebenswürdigkeit.
Der in diesem Zusammenhang oft benutzte Begriff „Gentrifizierung“ bezieht sich meist nur auf die ökonomische Unmöglichkeit der ursprünglichen Stadtbewohner:innen mit den steigenden Preisen ihrer Quartiere Schritt zu halten. Aber es ist viel mehr: Urbanität ist die Vielfalt der Menschen, die sich zu Nachbarschaften zusammengefunden haben. Ein gesundes Viertel ist ein Generationenprojekt und diese Mischung droht verloren zu gehen.

Netzwerk
Im Stadtteil vereint
Seit mehr als einem Jahr lastet die Pandemie auch auf Hamburg. Hunderttausende mühen sich Tag für Tag, mit der schwierigen Situation klarzukommen. Business as usual ist unmöglich. Wirklich? Nicht ganz: Stadt und Investor:innen folgen im Schatten der Pandemie ihrem überholten Modell von Stadtentwicklung, in dem Projekte still und heimlich durchgedrückt und Renditen gesteigert werden. Wir sagen: Es reicht! Die Zeit ist gekommen, dieses Modell hinter sich zu lassen.
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Pressespiegel
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